Galapagos: Vulkane und geschütztes Tierparadies

Bild: Blaufußtölpel Isla Isabela, Galapagos Isabela, mit 2200 Einwohnern und 4588 qkm, ist sie die größte der Galapagosinseln. Sie wuchs aus 6 Schildvulkanen zusammen und liegt, wie die kleine Nachbarinsel…

Bild: Blaufußtölpel

Isla Isabela, Galapagos

Isabela, mit 2200 Einwohnern und 4588 qkm, ist sie die größte der Galapagosinseln. Sie wuchs aus 6 Schildvulkanen zusammen und liegt, wie die kleine Nachbarinsel Fernandina über dem Hot Spot. Das erklärt, dass die Vulkane, zuletzt der Cerro Azul 1998, noch aktiv sind. Mit dem Kleinbus fahren wir von Villamil nach Santo Tomas und reiten 1-2 Stunden mit Pferden bergan zur tiefschwarzen Caldera der Sierra Negra. Wie so oft regnet es hier auf 1200 Meter Höhe wie aus Kübeln und mangels Regenkleidung sind wir innerhalb kürzester Zeit nass bis auf die Haut. Durch den Nebel und Regen erkennen wir in der mit 10 km im Durchmesser zweitgrößten Caldera der Welt nur die rauchenden Fumarolen, die 300 Meter tief unter uns im Kraterbecken liegen. Im Norden hätte man bei guter Sicht und Sonnenschein die Isla Fernandina und die Bahia Elisabeth sehen können, doch wir haben ausgesprochenes Pech mit dem Wetter und sind froh, nach 2 Std. reiten und Fußmarsch wieder im warmen Kleinbus zu sitzen. 24. April: Wandern auf dem 10-Wege-Pfad ist angesagt, das sind 5 km gut präparierter Wanderweg, der von Villamil aus durch die typische Trockenvegetation mit Opuntienwäldern (Kakteenbäumen) führt. Die Mauer der Tränen, aus Vulkanstein von Strafgefangenen 1945 bis 1959 als Bestrafung für nichts und wieder nichts errichtet, ist der am weitesten entfernte Punkt. Vom Aussichtspunkt Cerro Orchilla hat man einen herrlichen Blick auf den langgezogenen menschenleeren Strand, an den das Meer weiß schäumend brandet. Nach Norden liegt die endlos scheinende Landschaft, bedeckt mit Opuntien und dürrem Gestrüpp, unberührt und unwegsam in der flirrenden Hitze der Mittagssonne. Brackwassertümpel, Lavatunnel und immer wieder Meerechsen, die sich auf dem schwarzen Lavastein wärmen, sind entlang des feinkörnigen Lavaweges zu sehen. Die Playa del Amor hat ihren Namen zu Recht, hier paaren sich die Meerechsen (wir haben es gesehen und fotografiert) und vergraben im warmen weißen Sand ihre Eier. Hier kann Helmut endlich auch die Blaufußtölpel aus nächster Nähe fotografieren, eine ganze Kolonie hat sich hier niedergelassen. Ihre Füße sehen Tatsächlich aus wie kitschig hellblaues Plastik, so als wären sie gerade einem Farbeimer entstiegen. Barfuß wandern wir entlang dem 3 km langen weißen Sandstrand zurück nach Villamil.

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