Äquatortaufe – von Neptun und Poseidon persönlich

Bild: Morgens finden wir diesen fliegenden Fisch auf dem Deck, leider schon vertrocknet Auf dem Weg nach Galapagos 13.04.2008: Glutrot geht die Sonne an diesem Sonntag Morgen auf, strahlend hellblauer…

Bild: Morgens finden wir diesen fliegenden Fisch auf dem Deck, leider schon vertrocknet

Auf dem Weg nach Galapagos

13.04.2008: Glutrot geht die Sonne an diesem Sonntag Morgen auf, strahlend hellblauer Himmel mit weißer Passatbewölkung am südlichen Horizont. Wir sind auf der Südhalbkugel, auf eigenem Kiel haben wir den Äquator in der vergangenen stürmischen Nacht genau um 1:11 Uhr Panamazeit (06:11 Uhr UTC) überquert.

Es war eine eher unspektakuläre Angelegenheit. Nachdem während der Nacht ständig Squalls und Regenfronten über uns hergefallen sind, brauchten wir uns um die Taufzeremonie nicht selbst kümmern. Der griechische und der römische Meeresgott, Poseidon und Neptun, hatten sich zusammengetan und kümmerten sich persönlich darum, dass wir mit genügend Wasser überschüttet und somit getauft wurden. Der Wind frischte auf 20 Knoten auf und mit einer Fahrt von 5,5 Knoten segelten wir mit mitlaufendem Motor über den Äquator. Aber leider konnten wir trotz intensiver Suche die Äquatorlinie nicht finden. Das Wasser war einfach zu aufgewühlt und stockdunkel war es schließlich auch. Wenn man dann noch bedenkt, wie dünn diese Line auf der Karte und dem Globus eingezeichnet ist, ist das nicht weiter verwunderlich. Richtig gefroren haben wir, Anorak und Regenhose seit 3 Jahren mal wieder aus dem Schrank heraus gekruschtelt. Die Lust auf den extra gekühlten Cremant ist uns unter diesen Bedingungen vergangen, ein Dosenbier zum Anstoßen musste fürs Erste ausreichen. Das Etmal am 12.04.08 betrug gerade mal 76 Meilen, die alle unter Maschine mit 1800 UpM und 2 Knoten Gegenstrom erkämpft werden mussten. Als Etmal am 13.04.08 haben wir starke 92 Meilen gefahren, weil wir das Schiff getunt haben und mit Segelunterstützung gefahren sind. Mal was ganz Besonderes bei einem Segelboot. Nachdem um 9.30 Uhr San Christobal am Horizont erkennbar wird, brauchen wir für die letzten 32 Meilen noch mal 6 Stunden, mit 20 Knoten Wind direkt von vorn. Das Schiff wird vom überkommenden Wasser noch mal richtig eingesalzt. Wir erhöhen die Drehzahl auf 2400 UpM, damit wir noch bei Tageslicht in der uns unbekannten Bucht Puerto Baquerizo Moreno ankommen. Im Haupttank haben wir noch für ca. 75 Std. Diesel, wenn wir mit 1800 UpM fahren.

Unsere Position auf Google Maps

A bisserl was geht immer….
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