Warten – Viel Zeit in Bora Bora

Die Wettervorhersagen für die nächsten 10 Tage sind schlecht, im Südpazifik haben sich 2 Tiefdruckgebiete aufgebaut. Durch diese Tiefdruckgebiete entsteht im Südpazifik ein Sturm mit 40 bis 50 Knoten, der eine 5 bis 6 Meter hohe Welle aus Südost aufbaut.

27. August bis 09. September 2008

Einer solch hohen Welle wollen wir uns, wenn wir es vermeiden können, nicht aussetzen. Das Risiko, dass durch starke Böen die Segel zerfetzt werden, müssen wir nicht eingehen. Dann bleiben wir eben noch eine Woche länger in Bora Bora, was ja nicht unbedingt eine Bestrafung ist. Endlich kann Renate mal die Nähmaschine aufbauen und die schon so lange geplanten Näharbeiten machen. Für die Fender werden aus einem alten Spannbetttuch Überzüge genäht, damit das UV Licht den Gummi nicht vollkommen auflöst. Fürs Duschgel und die Schuhe, die an Land getragen werden, näht sie eine blaue Relingstasche und verbringt einen ganzen Nachmittag damit, zusammen mit Marja Flaggen für Samoa und Tonga herzustellen, denn die gibt es hier nirgends zu kaufen. Helmut macht derweil kleinere Instandhaltungsarbeiten, z.B. müssen die Relingsspanner mit Gummischläuchen umwickelt werden, damit die Genua daran nicht schamfilen kann und die Kanten sich aufreiben. Immer wieder mal fährt man mit dem Rad bis zum Supermarkt, um doch noch etwas neu zu bunkern. Große Wäsche muss natürlich auch mal wieder gemacht werden, die Waschmaschinen hier waschen ausgezeichnet und eine Waschmaschinenladung kosten 500 XPF (4,10 Euro), was sehr günstig ist. Jeden Tag schauen wir in die Wettervorhersagen und diskutieren mit den anderen Seglern, wann denn wohl der richtige Moment zum Leinen loswerfen ist. Es sieht mau aus. Alle Yachten bleiben liegen, die Mooringbojen sind alle belegt, niemand wagt sich raus. Auch wir zahlen für eine weitere Woche die Mooringgebühr an den Bora Bora Yacht Club, der von den neuen Besitzern Teiva und Jessica in den letzten vier Monaten von Grund auf renoviert und auf Vordermann gebracht wurde. Das Baby der beiden, Kahaia, hat in den 14 Tagen, in denen wir hier sind laufen gelernt (siehe Bild). Das Restaurant wird neu eröffnet und am Samstag ein großes Büffet veranstaltet. Alle Segler nehmen teil, denn man will ja, dass der Laden wieder in Schwung kommt, wenn sich alle schon so große Mühe geben. Die Polynesierin Poeura, der gute Geist hinter der Bar und überhaupt Mädchen für alles, hat einen schönen Vorhang aus Korallen gebastelt und als Dekoration aufgehängt. Es wird immer regnerischer, vorbei ist es mit den herrlichen Farben von Bora Bora. Wir wollen jetzt nur noch weg, wir klarieren am Sonntag 07.09 für Montag aus und verschieben dann die Abreise doch auf Dienstag, um jetzt aber endgültig am Mittwoch den 10.09. die Weiterreise anzutreten. Der Kurs heißt: immer nach Westen! Sollen doch Wind und Welle entscheiden, welcher Kurs für uns angenehm ist, ob nach Suvarov oder Samoa oder direkt in die Vava’u Gruppe.

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