Hiva Oa

29. Mai bis 02. Juni 2008: Am Mittwochabend 16.30 Ortszeit (2 Uhr UTC) hören wir auf dem Pazifiknetz 14135 kHz von Günter, dass das Zollboot in Hiva Oa liegt und…

29. Mai bis 02. Juni 2008:

Am Mittwochabend 16.30 Ortszeit (2 Uhr UTC) hören wir auf dem Pazifiknetz 14135 kHz von Günter, dass das Zollboot in Hiva Oa liegt und wahrscheinlich am nächsten Morgen auslaufen wird. Da wir noch nicht in Französisch-Polynesien einklariert sind, befürchten wir, dass wir kontrolliert werden und dann eine saftige Strafe von 200 US$ zahlen müssen, so wie bereits 5 andere Segler hier in Fatu Hiva vor uns. Deswegen ist klar, dass wir am frühen Morgen den Anker heben und die 40 Meilen nach Hiva Oa segeln, denn dort kann man offiziell einklarieren. Wir haben kräftigen 25-30 Knoten starken Wind aus Ost und immer wieder gehen Regenschauer nieder, mehr als nur kurze Squalls. Das ist wohl eine Schlechtwetterfront, die durch die Marquesas zieht. Seit langem mal wieder müssen wir unser Regenzeug anziehen. Sind wir denn wirklich in der Südsee? In der Ta’ahoa Bay gehen wir hinter dem Wellenbrecher von Taha Uku vor Bug- und Heckanker, damit wir in der Welle ruhig liegen. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zum 3 km entfernten Hauptort der Insel, Atuona, klarieren auf der Polizeistation ein und müssen lediglich eine Briefmarke für 65 Pazifikfrancs (120 CPF =3D 1 Euro) für den Brief ans Hauptbüro in Tahiti zahlen. Anschließend Rundgang durch den Ort, frisches knuspriges Baguette einkaufen und gleich zusammen mit Pate auffuttern, ein Genuss. Zu kaufen gibt es fast alles, aber die Preise treiben einem die Tränen in die Augen. Nur das Baguette hat einen festgelegten Preis von 75 CFP =3D 62 Eurocent. Natürlich haben wir das Grab von Paul Gauguin besucht, der hier 1903 völlig verarmt und einsam gestorben ist und begraben wurde. Zu seinen Ehren gibt es das Paul-Gauguin-Museum im Kulturzentrum von Atuona. Landschaftlich begeistert uns Hiva Oa nicht so sehr wie Fatu Hiva. Vielleicht liegt es daran, dass es überwiegend regnet und kein rechtes Südseefeeling aufkommen will. Am Samstagmorgen, noch vor dem Frühstück, stattet uns der Zoll einen Besuch an Bord ab und fragt sehr höflich und zuvorkommend, ob wir Alkohol und Waffen an Bord haben. Dies haben wir wahrheitsgemäß beantwortet und daraufhin wird Helmuts Pistole und 10 Liter Rum in einem Extra-Schapp verplombt. Da kommen wir erst wieder dran, wenn wir Französisch-Polynesien verlassen. Wir sind den halben Tag damit beschäftigt, die Lücken die in den Staufächern entstanden sind wieder ordentlich mit anderen Lebensmitteln etc. rutsch und bruchsicher zu füllen. Aber wir wollten nach 2 Monaten eh mal wieder die Schränke aufräumen. Am Sonntag haben wir dann in die Hanamenu Bucht an der Nordwestspitze von Hiva Oa verlegt, die sich aber auch als sehr rollig herausstellt. Eine zweite Nacht wollen wir dort nicht verbringen, denn der Heckanker war uns in der ersten Nacht ausgebrochen, was ein Umankern mitten in der Nacht zu Folge hatte. In einem Nachttörn machen wir uns abends um 18.00 Uhr auf die 80 Meilen Strecke nach Nuku Hiva. Obiges Bild mit Helmut, Marja und Axel widmen wir unseren Fans vom Aero-Club Michelstadt, die regelmäßig unsere Seite besuchen, um zu sehen, wo ihre Clubkameraden sind und was sie gerade erleben.

Unsere Position auf Google Maps
Fatu Hiva – Omoa-Tal
Nuku Hiva
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