Strand-BBQ mit Krokodil

Las Perlas – Isla Canas:  Ob es tatsächlich da ist, das von einem „überaus ängstlichen“ Seglerpaar gesichtete Krokodil auf der Isla Canas in den las Perlas? Wir sind gespannt, denn…

Las Perlas – Isla Canas: 

Ob es tatsächlich da ist, das von einem „überaus ängstlichen“ Seglerpaar gesichtete Krokodil auf der Isla Canas in den las Perlas? Wir sind gespannt, denn am 28. abends wollen wir Renates Geburtstag mit einem BBQ am Strand feiern, doch wenn es da ein Krokodil gibt – nein danke. Wir finden den schmalen Kanal, der die Isla Canas von der Isla del Rey trennt und sehen auch schon die 4 anderen Yachten, Tuulivei, September, Aquilla und AHU, die wie in einem flachen, absolut ruhigen und geschützten See liegen. Am Nachmittag ist der Strand breit und flach zu sehen, doch die hohe Tide, fast 4 Meter, wird ihn dann am Abend so verschwinden lassen, dass nur noch ein schmaler Streifen fürs Grillfest nutzbar sein wird. Mosquitos sind auch jetzt schon reichlich da und dann noch die Gefahr mit dem Krokodil – alle belächeln die Story ein wenig. Die Gegebenheiten sind nicht so berauschend, also entscheiden wir uns fürs Grillen an Bord, 10 Personen werden wir auf der Hallberg 42 schon irgendwie verköstigen können.

Ein netter Abend an Bord, lustig ist’s, weil jeder sich über die Krokodilgeschichte amüsiert und die bevorstehende Reise zu den Galapagos mit all den Einklarierungsproblemen immer wieder neu durchgekaut werden muss. Günter, der das Pazifik Island Net auf 14.135 MHz abends um 19.00 Ortszeit seit Jahren durchführt, hat eine aktuelle Information im Internet gefunden und an alle verteilt. Vor Ort auf den Galapagos sieht das alles dann ganz anders aus. Die mehr oder weniger korrupten Hafenkapitäne machen nämlich was sie wollen und wirtschaften in ihre eigene Tasche. Wir hatten Günter und seine Frau Susanna am Mittwoch und Donnerstag (26. und 27.03.2008) auf besucht und uns bei ihm bekannt gemacht, denn er begleitet per Funk die Schiffe auf ihrem Weg über den Pazifik und kümmert sich auch sonst um alle möglichen Probleme, die die Segler so haben. Besonders hilfreich ist, dass man bei ihm kostenlos das Internet nutzen und so noch mal die Mails und die Bankkonten checken kann. Ein Bierchen gibt es beim 1. Besuch auch und der Gesprächsstoff nimmt kein Ende. Danke von uns für die Gastfreundschaft der Beiden und seine unermüdliche Hilfe. Es ist zwar etwas problematisch trocken an Land zu kommen, denn durch die hohe Tide gibt es Brandung, die die Landung und die Rückfahrt zum Schiff mit dem Dinghi schwierig und feucht machen. Sonntag 30. März 2008: „Das Krokodil sonnt sich am Strand“, so schallt es von der SY September über die friedliche Ankerbucht. „Wenn Baumstämme laufen können, dann ist es ein Baumstamm!“ Gaby hat es entdeckt, das Krokodil von Isla Canas.

Katamaran SY September in der Bucht von Isla Canas in den Las Perlas

Den ganzen Sonntagnachmittag schwimmt es am Ufer auf und ab, begutachtet die beiden Boote, die dem Ufer am nächsten liegen und grenzt sein Territorium ab. Zum Aufwärmen legt es sich in den warmen Sand am Strand. An Schwimmen gehen denkt jetzt keiner mehr und den Bootsrumpf vom Wasser aus reinigen will auch Marja jetzt nicht mehr. Nicht auszudenken, wenn wir am Abend in der Dunkelheit am Strand gegrillt hätten und wir über dieses 2,50 bis 3 Meter lange Krokodil gestolpert wären.

Unsere Position auf Google Maps
Panama City – Ankern vor der Skyline
Auf zu den Galapagos, wir sind gestartet! Aber….
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