Durch den Panama-Kanal – Zweiter Tag

Nach einer kurzen ruhigen Nacht kommt am nächsten Morgen um 7.30 der Lotse wieder an Bord. Wir haben bereits um 6.00 Uhr gefrühstückt, denn Lotsentermin war für 6.30 Uhr angesetzt. Ganz gemütlich fahren wir mit 5 Knoten in 4 Std. über den Gatunsee zu den Pedro Miguel und Miraflores Locks.

Panama-Kanal – Gatunsee/Miraflores-Schleusen

Nach einer kurzen ruhigen Nacht kommt am nächsten Morgen um 7.30 der Lotse wieder an Bord. Wir haben bereits um 6.00 Uhr gefrühstückt, denn Lotsentermin war für 6.30 Uhr angesetzt. Ganz gemütlich fahren wir mit 5 Knoten in 4 Std. über den Gatunsee zu den Pedro Miguel und Miraflores Locks. Der gesamte Gatunsee ist Naturschutzgebiet und nach Aussage unseres Lotsen Edwin der größte anerkannte Binnensee der Welt. An den Gatunsee schließt sich der Gaillard Cut (früher Culebra Cut), ein 13 Kilometer langer Kanalabschnitt, der im Bereich der kontinentalen Wasserscheide (93 Meter über dem Meeresspiegel) angelegt ist, an.

Vor der Pedro Miguel Schleuse gibt es Mittagessen – Hühnerbeine aus dem Backofen, dazu Ofenkartoffel mit Rosmarin und Gurken-Tomaten-Paprikasalat. Gut gestärkt binden wir uns wieder ins Päckchen, so wie am Abend zuvor. Um 12.30 Uhr steuert Marja dann wieder das Dreierpäckchen in die Pedro Miguel Schleuse und nach dem Festlegen der Leinen sinken wir ganz sanft 9,4 Meter abwärts. Die Linehander müssen jetzt den Leinen kontinuierlich lose geben und dennoch das Päckchen in der Mitte der Schleusenkammer halten. Wir fahren 2,1 km weiter über den Miraflores-See, der 16,8 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Um 13.30 Uhr Ortszeit sind wir an der 1. Kammer der Miraflores Schleuse, in Deutschland ist es jetzt 19.30 Uhr, rufen unsere Söhne Jochen und Michael über Handy in Deutschland an, dass man uns jetzt über die Web Cam im Internet auf: www.pancanal.com, über den Link:

http://webcams.pancanal.com/common/photo/webcam-hd-miraflores.html oder auf der Intermarseite: www.intermar-ev.de ganz am Ende der Hauptseite sehen kann. Der Lotse hatte arrangiert, dass die Webcam auf die linke Schleusenkammer, in der wir uns befinden, gerichtet wurde.

Die beiden Schleusenkammern der Mirafloresschleuse bringen uns zurück auf die Gezeitenhöhe des Pazifischen Ozeans. Bevor die Schleusentore geöffnet werden, wird die Leinenverbindung des Päckchens gelöst, so dass jede Yacht selbst in den Pazifischen Ozean hinaus fahren kann. Geschafft, die Anspannung fällt von uns ab. Eine Flasche Cremant aus dem Elsaß, die wir uns extra für diesen Moment „vom Munde“ abgespart haben, wird geköpft. Am Bilbao Yachtclub, direkt hinter der Amerikabrücke, übergeben wir unsere 40 Meter Leinen und gegen eine Entsorgungsgebühr von 10 US$ die 10 Autoreifen an ein Wassertaxi des Clubs. Der Lotse Edwin erzählt uns, dass die Amerikabrücke 1926 gebaut wurde, um Nord- und Südamerika, die durch den Bau des Panamakanals getrennt wurden, wieder miteinander zu verbinden. In der Flamenco Bay fällt der Anker auf 8 Meter Wassertiefe. Wir lassen die beiden letzten Wochen Revue passieren: Die Sorgen um eine erfolgreiche Kanalpassage waren im Nachhinein betrachtet zwar vergebens, aber nicht umsonst – der ganze Spass hat nämlich insgesamt 800 US$ gekostet.

Auf der Pazifikseite von Panama werden wir nicht lange verweilen, weil der Ankerplatz sehr rollig ist. Wir müssen noch unsere Rolleinrichtung am Großsegel schweißen lassen und noch ein paar Checks für die Sicherheit durchführen. Dann segeln wir wieder – hoffentlich – zu den Las Perlas und von dort bei einem entsprechenden Wetterfenster zu den Galapagos Inseln. Der endlos weite Pazifik wird erst von dort mit den hoffentlich guten Südostpassatwinden in Angriff genommen. Wir werden also in den nächsten Wochen – Monaten kein Internet mehr haben, aus diesem Grund mailt uns bitte nur noch auf unsere Airmail-Adresse und denkt daran, wenn Ihr den „Antworten button“ drückt, den von uns gesendeten Text weg zu löschen, wir wissen ja, was wir Euch geschrieben haben.

Wie gewohnt werden wir unsere Position aktuell halten. Dass ab und zu der Positonsreport nicht läuft liegt daran, dass wir uns über eine Woche nicht von der Stelle bewegt haben, dann wird die Position einfach nicht mehr angezeigt. Das wird sicher auf der unendlich langen Strecke bis zu den Marquesas, über 3800 Meilen, nicht vorkommen.

Unsere Position auf Google Maps
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